05.03.2026

Einstein-Teleskop im Fokus

Zwei Männer sind an einem Stehtisch miteinander im Gespräch.
Ministerpräsident Michael Kretschmer im Austausch mit Prof. Dr. Christian Stegmann. 
© Christoph Soeder/TUD

Unter dem Motto »Unterirdisch das Universum entdecken – Sachsen auf der Gravitationswelle: Wissenschaft und Politik im Austausch zum Einstein-Teleskop« kamen am 5. März 2026 eine Vielzahl Interessierter in der Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund zusammen, um sich über das Einstein-Teleskop zu informieren und die Lausitz als möglichen Standort für dieses zukunftsweisende Forschungsprojekt in den Blick zu nehmen.

Markus Franke, Bevollmächtigter des Freistaates Sachsen beim Bund, begrüßte die zahlreichen Gäste aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft in der Landesvertretung. In seiner Einführung verwies er auf den jüngsten Beschluss des sächsischen Landtages, der eine Bewerbung um das Einstein-Teleskop in der Lausitz ausdrücklich unterstützt.

Ministerpräsident Michael Kretschmer unterstrich in seiner Eröffnungsrede die internationale Tragweite des Projektes und hob die Chancen hervor, die das Einstein-Teleskop für die Lausitz und den Freistaat Sachsen bietet.

Auch die Präsidentin der Autonomen Region Sardinen, Alessandra Todde, zeigte sich erfreut über das große Interesse an der Veranstaltung. Sie betonte die Bedeutung der bestehenden Vereinbarung zur Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen in den Bereichen Wissenschaft und Technologie – insbesondere im Hinblick auf das Einstein-Teleskop.

Prof. Dr. Christian Stegmann, wissenschaftlicher Co-Leiter der laufenden Machbarkeitsstudie, begeisterte die zahlreichen Gäste mit seiner Präsentation zur wissenschaftlichen Relevanz des Projektes. Zudem hob er die besonders geeigneten geologischen, seismischen und strukturellen Rahmenbedingungen der Lausitz für den Bau des Einstein-Teleskops hervor.

In der anschließenden Podiumsdiskussion betonte Prof. Dr. Heike Graßmann, Staatssekretärin im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus, die exzellente wissenschaftliche Infrastruktur im Freistaat Sachsen, die eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung eines derartigen Großprojektes darstelle. Diese Einschätzung teilte auch die Rektorin der TU Dresden, Prof. Dr. Ursula Staudinger. Sie erläuterte zudem, welchen Mehrwert das Einstein-Teleskop auch für Forschungsbereiche jenseits der Gravitationswellen-Astronomie bieten könne. Dr. Harald Lück vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik hob insbesondere die möglichen Synergien mit anderen großen nationalen und internationalen Forschungsprojekten hervor. Dass auch die sächsische Chip-Industrie großes Interesse an eine Realisierung des Einstein-Teleskops hat, unterstrich Frank Bösenberg, Geschäftsführer von Silicon Saxony.

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