21.03.2026, 10:00 Uhr

Sorbischer Ostermarkt - Serbske jutrowne wiki

Zum ersten Sorbischen Ostermarkt luden die Beauftragte der Sächsischen Staatsregierung für Angelegenheiten der Sorben, Franziska Brech, und der Bevollmächtigte des Freistaates Sachsen beim Bund, Markus Franke am Samstag, dem 21. März 2026 von 10 bis 16 Uhr in die Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund ein.

Die über 400 Gäste konnten die bunten und lebendigen sorbischen Traditionen aus der Lausitz in Berlin kennenlernen!

So ließen sich Volkskünstlerinnen in Tracht aus der Lausitz beim Vorführen der kunstvollen Ostereiergestaltung über die Schulter schauen. Einblicke in die sorbische Kultur bekamen die Besucher durch verschiedene Vorträge, eine Ausstellung und sorbische Melodien auf traditionellen Instrumenten.

Ein Highlight war die Möglichkeit sich selbst im Verzieren von Ostereiern in Workshops unter fachkundiger Anleitung zu versuchen. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen und die Gäste nahmen die selbstgestalteten Eier gern mit nach Hause.

Das vielfältige und abwechslungsreiche Programm wurde außerdem durch Marktstände mit sorbischen Produkten, Büchern, Informationen und regionalen Speisen abgerundet.

Wir danken allen Beteiligten, die den sorbischen Ostermarkt mitgestaltet haben, allen Partnern und Unterstützern, insbesondere der Stiftung für das Sorbische Volk.

Im Einzelnen

Workshop Ostereierverzieren

Die Sorben sind bekannt für ihre kunstvoll verzierten, liebevoll gestalteten Ostereier. Die Gäste konnten unter fachlicher Anleitung mit farbigem flüssigem Wachs und einem Federkiel in der Bossiertechnik ihr persönliches Osterei gestalten.

Schauverzieren

Volkskünstlerinnen aus der Lausitz ließen sich beim Verzieren der filigranen Kunstwerke mit den verschiedenen Techniken über die Schulter schauen, standen für Fragen zur Verfügung und boten ihre Arbeiten auch zum Kauf an.

Bildlogo des Sorbischen National-Ensembles

Sorbisches National-Ensemble

Die musikalische Untermalung gestalteten die Musiker Milosz Wielinski – kleine Sorbische Geige – und Andreas Hentzschel – Dudelsack (sorb. Měchawka oder Měchawa) – vom Orchester des Sorbischen National-Ensembles Bautzen auf zwei typisch sorbischen Instrumenten. Sie spielten traditionelle Duos und Solowerke aus der Schleifer Gegend, aber auch Crossover-Musik. Andreas Hentzschel ist der einzige festangestellte Dudelsackspieler in Deutschland und genießt mittlerweile internationales Renommee.

Website des Sorbischen National-Ensemble Bautzen

Bildlogo des Sorbischen Museums Bautzen

Sorbisches Museum Bautzen

Andrea Paulik, Museologin, gab mit verschiedenen Vorträgen einen Einblick in sorbische Traditionen:

  • »Purpurrot und kunterbunt. Traditionelle sorbische Ostereier"
    Je bunter, desto schöner? Ostereier wurden früher nicht an den Baum gehangen, sondern verschenkt und gegessen. Und sie trugen versteckte Botschaften. Sorbische Ostereier sind bis heute voller Symbolgehalt.
  • »Die Frühlingsbräuche der Lausitzer Sorben"
    Ostereier, Osterfeuer, Osterwasser, Ostersingen, Osterreiten - Die Lausitz gilt als Osterland schlechthin. Dabei gibt es Traditionen, die nicht nur öffentlich, sondern auch im Verborgenen gepflegt werden. 
  • »Die Trachten der Lausitzer Sorben/Wenden"
    Volkstrachten waren als Kleidung der ländlichen Bevölkerung in ganz Europa üblich. Die Lausitz gilt als eine der letzten Trachteninseln. Aber auch bei den Sorben ist die Zeit der traditionellen Trachtenträgerinnen vorbei und man sucht neue Formen. 

Website des Sorbischen Museums Bautzen

Bildlogo des Sorbischen Institutes

Sorbisches Institut

Auf sorbischen Spuren in Berlin
Woher haben Berlin und Spree ihre Namen? Wissen Sie, dass es in Marzahn-Hellersdorf ein Wandbild zur Niedersorbischen Fastnacht gibt? Kennen Sie den deutsch-sorbischen Lyriker Kito Lorenc und sein Gedicht von der «Unerheblichkeit Berlins”? In einem kleinen virtuellen Spaziergang konnten die Gäste Wissenswertes über die sorbischen Seiten Berlins erfahren und dabei auch Informationsangebote des Sorbischen Instituts Bautzen/Budysin und Cottbus/Chόśebuz kennenlernen.

Website des Serbski institut / Sorbisches Institut

Bildlogo der Sorbischen Kulturinformationen

Sorbische Kulturinformation Bautzen

Die Sorbische Kulturinformation Bautzen bot Informationsmaterial über die Sorben, sorbisches/regionales Handwerk, Ostereier, sorbische Musik, Blaudruck sowie verschiedene Accessoires und Souvenirs.

Website der Sorbischen Kulturinformationen

Bildlogo des Sorbischen Kulturtourismus e.V.

Sorbischer Kulturtourismus e. V.

Die Messewand machte neugierig auf die faszinierende Welt der sorbischen/wendischen Kultur. Informative Broschüren wie »Wo die sorbische/wendische Lausitz bezaubert« und »Lausitz / Łužyca / Łužica« luden dazu ein, Region und Traditionen näher zu entdecken, während eindrucksvolle Fotografien – etwa Osterreiter aus der katholischen Lausitz und Ostersängerinnen aus Schwarzkollm – die Ausstellung »Pisanosć serbskich drastow / Pisanosć serbskich drastwow / Getragene Vielfalt – Sorbische Trachten der Lausitz« lebendig werden ließen. Ein digitaler Clip zu Osterbräuchen rundete das Erlebnis ab.

Website des Sorbischen Kulturtourismus e.V.

 

Bildlogo von LABA

LABA

Unter dem Label LABA werden seit 2016 Kleidungsstücke und Accessoires produziert, die sich hauptsächlich mit der Oberlausitz und ihren kulturellen Besonderheiten auseinandersetzen. Um die zweisprachige Lausitz kreativ zu interpretieren, werden verschiedene Künstlerinnen und Künstler der Region und darüber hinaus in die Gestaltungs- und Produktionsprozesse eingebunden. LABA achtet auf Zertifizierungen zum fairen Handel und nutzt regionale Rohstoffe und nachhaltige Herstellungsverfahren. Zudem werden durch den Verkauf von LABA-Waren verschiedene Vereine aus der Lausitz und Anderswo unterstützt - LABA. Ist mehr.

Website von LABA

Bildlogo des Domowina-Verlages

Domowina-Verlag

Der Domowina-Verlag mit Sitz in Bautzen ist das publizistische Herz der Sorben. Mit Leidenschaft und Verantwortung entwickeln, verlegen und vertreiben sie Bücher, Zeitungen und Zeitschriften in drei Sprachen: für den Erhalt der sorbischen Sprache, die Pflege unserer Kultur und die lebendige Vermittlung regionaler Geschichte.

Am Büchertisch wurden neben Novitäten auch beliebte Titel wie "Sagen der Lausitz”, «Kleine sorbische Ostereierfibel” und «Meister Krabat” angeboten.

Website des Domowina-Verlages

Sorbisch? Na klar.

»Sorbisch? Na klar.« ist das Motto der Imagekampagne der Sächsischen Kulturministerin Barbara Klepsch zur Stärkung der sorbischen Sprache und Kultur im öffentlichen Raum. Am Stand gab es Werbe- und Informationsmaterial zum Sorbischen Volk in Sachsen.

Website der Imagekampagne "Sorbisch? Na klar.

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